Robuste Smartphones konkurrieren seit Jahren bei Haltbarkeit und Akkulaufzeit. Der 8849 Tank 5 Pro setzt auf etwas anderes: eine 95°-Ultraweitwinkel-Wärmebildkamera mit einem FLIR® Lepton 3.1R-Sensor und einer Empfindlichkeit von bis zu 0,05 °C, kombiniert mit Hardware auf Flaggschiff-Niveau und einem integrierten 2K-Projektor, auf den robuste Smartphones nur selten setzen.
Diese Kombination bringt den Tank 5 Pro in eine ungewöhnliche Position: teils Diagnosegerät, teils Unterhaltungsgerät und teils Alltags-Flaggschiff. Hier zeigt sich, wie gut er sich tatsächlich schlägt.
Design und Verarbeitungsqualität
Mit 177,1 × 87 × 33,8 mm und 715 Gramm ist der Tank 5 Pro kein Smartphone, das in der Hosentasche verschwindet. Das ist der Preis für den Einbau eines 17.600-mAh-Akkus, eines vollständigen DLP-Projektors und nun auch eines dedizierten Wärmesensors zusätzlich zur Standardkameraausstattung. Die zusätzliche Dicke gehört zu diesem Konzept, und wer sich in dieser Kategorie umsieht, hat sich wahrscheinlich bereits damit abgefunden, zugunsten der Funktionen Größe in Kauf zu nehmen.
Die Verarbeitungsqualität wirkt solide und nicht bloß zweckmäßig. Das Kameragehäuse, der seitlich angebrachte Fingerabdrucksensor und die beiden programmierbaren PTT-Tasten sind sauber angeordnet. Außerdem verfügt das Smartphone über die Zertifizierungen IP68 und IP69K und ist damit sowohl gegen Staub als auch gegen Hochdruckwasser geschützt, nicht nur gegen leichte Spritzer.
Display
Der Tank 5 Pro verwendet dasselbe 6,73-Zoll-AMOLED-Display wie der Standard-Tank 5: eine Auflösung von 1440×3200, eine Bildwiederholrate von 120 Hz und eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits. In der Praxis ist diese Helligkeitsgrenze wichtiger als der Auflösungszuwachs. Beim Ablesen eines Wärmebilds oder beim Projizieren eines Bildes im direkten Sonnenlicht scheitern viele Smartphones – dieses Display hält dem problemlos stand.
Das Hauptmerkmal: 95°-Ultraweitwinkel-Wärmebildkamera

Das ist der Grund, warum das Pro-Modell existiert, und es erfüllt dieses Versprechen. Die meisten Smartphones mit Wärmebildfunktion verwenden ein schmales Objektiv mit etwa 50 bis 57 Grad – gut, wenn man auf ein einzelnes Objekt zielt, aber umständlich beim Scannen größerer Bereiche. Das 95°-Sichtfeld des Tank 5 Pro erfasst in einem einzigen Bild nahezu die doppelte Fläche. So lassen sich ein Sicherungskasten, eine Wand oder ein Geländestreifen auf einen Blick beurteilen, statt sie Bild für Bild zusammensetzen zu müssen.
Der Sensor selbst ist ein FLIR Lepton 3.1R mit einer Auflösung von 160×120, was pro Bild mehr als 19.000 einzeln gemessene Temperaturpunkte ergibt, statt nur eines groben Durchschnittswerts. Die Empfindlichkeit liegt unter 50 mK (unter 0,05 °C) – präzise genug, um subtile Wärmeunterschiede zu erkennen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Der Sensor arbeitet in zwei Verstärkungsmodi: -10 °C bis 140 °C für alltägliche Inspektionen und -10 °C bis 400 °C für Anwendungen mit höheren Temperaturen in Industrie und Automobilbereich. Die MSX- und Vivid-IR-Verarbeitung von FLIR legt Kanten aus dem sichtbaren Licht über das Wärmebild, wodurch die Ergebnisse leichter zu interpretieren sind als ein roher Wärmebildfleck.
In der Praxis macht diese Kombination das Tank 5 Pro besonders nützlich für Elektriker, die eine Schalttafel auf eine überhitzte Verbindung prüfen, Hausinspektoren, die ein Feuchtigkeitsmuster hinter einer Trockenbauwand erkennen möchten, oder alle, die ein Wärmeleck, ein defektes Bauteil oder eine Wärmesignatur im Dunkeln aufspüren wollen. Es ist ein deutlich andersartiges Werkzeug als ein Smartphone, an das lediglich aus Spaß eine Wärmebildkamera angebaut wurde.
Der 2K-Projektor bleibt ein herausragendes Merkmal
Die Wärmebildkamera könnte leicht den Rest des Smartphones in den Schatten stellen, doch der 2K-DLP-Projektor, der das Standardmodell Tank 5 auszeichnet, bleibt unverändert: 2048×1080 Auflösung, 220 Lumen, Laser-Autofokus über 0,5 bis 4,0 Meter und eine Trapezkorrektur von ±45°. Die Projektorlaufzeit beträgt im normalen Modus bis zu 5 Stunden und im Nachtmodus 6 Stunden. Er gehört nach wie vor zu den schärfsten Smartphone-Projektoren auf dem Markt, und dasselbe Lasermodul, das den Autofokus übernimmt, dient gleichzeitig als 4-Meter-Entfernungsmesser und Taschenlampe – Funktionen, die angesichts eines so starken Hauptmerkmals wie der Wärmebildtechnik leicht übersehen werden.
Leistung und Alltag
Das Tank 5 Pro nutzt wie das Standardmodell Tank 5 den MediaTek Dimensity 9400e, einen 4-nm-Flaggschiff-Chip, der im AnTuTu-Benchmark mehr als 2,3 Millionen Punkte erreicht. Damit liegt es vor vielen aktuellen Android-Flaggschiffen, statt lediglich mit anderen robusten Geräten zu konkurrieren. In Kombination mit 18 GB RAM und 512 GB Speicher (erweiterbar auf 2 TB) fühlt sich die Alltagsleistung nicht wie ein Kompromiss zugunsten der Robustheit an. Apps öffnen sich schnell, Multitasking bleibt flüssig, und das Smartphone bewältigt Gaming oder Videobearbeitung mühelos.
Zur Konnektivität gehören 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC und Dualband-GPS über GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou sowie eSIM-Unterstützung für Reisende, die den Anbieter ohne physischen SIM-Kartenwechsel wechseln möchten.
Akkulaufzeit und Laden
Der 17.600-mAh-Akku ist einer der größten in einem aktuellen Smartphone – ob robustes Modell oder nicht – und macht den Betrieb eines hellen Projektors und eines Wärmesensors möglich, ohne dass man sich ständig Sorgen um die Laufzeit machen muss. Dank 120-W-Schnellladen ist der Akku in etwa 90 Minuten vollständig geladen, und mit dem 25-W-Reverse-Charging lassen sich kleinere Zubehörgeräte unterwegs nachladen. Wer die Wärmebildkamera und den Projektor regelmäßig nutzt, profitiert im Hintergrund erheblich von dieser großzügigen Akkukapazität.
Kameraleistung
Neben dem Wärmesensor verfügt das Tank 5 Pro über eine 50-MP-Hauptkamera mit einem Samsung-S5KGN1SP-Sensor, ein 50-MP-Teleobjektiv mit Autofokus und bis zu 20-fachem Zoom sowie eine 32-MP-Frontkamera. Die separate 50-MP-Nachtsichtkamera, die unabhängig vom Wärmemodul arbeitet, nutzt vier 940-nm-Infrarot-LEDs für Aufnahmen in völliger Dunkelheit bis zu 15 Metern Entfernung – nützlich für die Wildbeobachtung oder Arbeiten im Freien nach Einbruch der Dunkelheit, wenn keine Wärmedetails erforderlich sind, sondern lediglich ein sichtbares Bild im Dunkeln.
Tank 5 Pro vs. Tank 5: Was ist der Unterschied?
Abgesehen von einer Ergänzung verfügen die beiden Smartphones über nahezu identische Hardware.
| Funktion | Tank 5 | Tank 5 Pro |
|---|---|---|
| Wärmebildkamera | Nicht enthalten | FLIR Lepton 3.1R, 95° Sichtfeld, Empfindlichkeit von 0,05 °C |
| Prozessor | Dimensity 9400e | Dimensity 9400e |
| Projektor | 2K-DLP, 220 Lumen | 2K-DLP, 220 Lumen |
| Display | 6,73" 3K-AMOLED | 6,73" 3K-AMOLED |
| Akku | 17.600 mAh, 120 W | 17.600 mAh, 120 W |
| Kameras | 50 MP Hauptkamera, 50 MP Teleobjektiv, 50 MP Nachtsichtkamera, 32 MP Frontkamera | Gleiche Anordnung plus Wärmebildkamera |
| Robustheit | IP68 / IP69K | IP68 / IP69K |
| Preis | $999.99 | 1.199,00 $ |
Für 200 $ mehr bietet das Pro eine Funktion, die das Standardmodell Tank 5 schlicht nicht hat. Wenn du die Wärmebildtechnik nicht nutzen würdest, bringt der Aufpreis nichts, da alle anderen technischen Daten identisch sind. Wenn du sie jedoch brauchst, gibt es derzeit keine andere Möglichkeit, sie auf dieser Plattform zu erhalten.
Wer sollte das Tank 5 Pro in Betracht ziehen?
Die Wärmebildkamera sollte über den Kauf entscheiden, nicht der Rest des Datenblatts, da alles andere auch beim günstigeren Standardmodell Tank 5 erhältlich ist.
- Elektriker und HLK-Techniker, die im Rahmen ihrer routinemäßigen Arbeit Schalttafeln, Verkabelungen und Geräte auf ungewöhnliche Wärmeentwicklung prüfen müssen
- Haus- und Gebäudeinspektoren, die ohne separates Wärmebildgerät nach Dämmungslücken, Luftlecks oder eindringender Feuchtigkeit suchen
- Such- und Rettungshelfer oder Outdoor-Nutzer, die bei eingeschränkter Sicht Wärmesignaturen identifizieren oder schnell einen größeren Bereich scannen müssen
- Außendienstingenieure und Techniker, die ohnehin ein robustes Smartphone möchten und vor Ort tatsächlich eine Diagnosekamera nutzen würden
- Fahrzeugdiagnostiker, die auf überhitzte Komponenten oder Kühlungsprobleme im Motorraum prüfen
Wenn nichts davon auf dich zutrifft und du hauptsächlich den Projektor, den Akku und die robuste Konstruktion möchtest, bietet das Standardmodell Tank 5 dasselbe Erlebnis für 200 $ weniger. Das Pro ist ein Upgrade für Spezialisten, kein universelles Modell.
Fazit: Ist das 8849 Tank 5 Pro den Kauf wert?
Das Tank 5 Pro erfindet nicht neu, was das Tank 5 gut gemacht hat; es fügt eine Funktion hinzu, die verändert, für wen das Smartphone tatsächlich gedacht ist. Außendienstprofis, Elektriker, Hausinspektoren und alle, die eine Wärmequelle, ein Leck oder einen Defekt finden müssen, ohne ein separates Wärmebildgerät mitzuführen, haben nun einen echten Grund, das Pro dem Standardmodell vorzuziehen. Alle anderen, die den Projektor, den Akku und die robuste Konstruktion möchten, ohne für einen Sensor zu bezahlen, den sie nicht nutzen werden, sind mit dem Basismodell Tank 5 weiterhin bestens bedient.
So oder so ist dies eines der leistungsfähigsten robusten Smartphones, die 8849 veröffentlicht hat, und das erste, das Wärmebildtechnik als echtes Werkzeug statt als bloßen Kameraeffekt behandelt.




Teilen:
Wärmebildtechnik vs. Nachtsicht: Was ist der Unterschied?